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Projekt Mercedes Ponton 220 Coupè

Eines von insgesamt 830 gebauten Fahrzeugen dieser Reihewird zur Zeit in unserer Werkstatt generalrestauriert. Das Auto hat Deutschland mit Ausnahme diverse Skitransporte in die schweizer Alpen Anfang der 60er Jahre nie verlassen.


Wir haben die Karosserie inzwischen repariert, wobei es in erster Linie um die Beseitigung halbherziger und laienhafter Reparaturversuche nach kleineren Kollisionen als um altersbedingte Verfallserscheinungen ging.

 

Das Leder wie auch die seltene Holzausstattung bestechen durch eine traumhafte Patina, die uns bewog, hier behutsam zu restaurieren statt zu erneuern.

 

Sehen Sie in unterschiedlichen Abständen immer wieder gern hier vorbei um unsere Fortschritte an diesem seltenen Auto zu verfolgen.

 

Die Coupé Variante des 220er SE wurde nur 830 mal gebaut. Grund genug, um sehr detailiert zu Werke zu gehen. Da die Karosserie ab Werk großflächig verzinnt wurde, wurden alle Lackschichten bis zur Werksgrundierung vorsichtig per "Fön" abgenommen.

Sehr viel Detailarbeit steckt in dem sehr aufwändigen Chromschmuck, der entweder gerettet oder neu angefertigt an die Karosse angepaßt werden muß. Die edlen Zebranoholz-Funiere sollen unbedingt erhalten bleiben – werden also vorsichtig abgezogen und neu lackiert.


 


 

Das über 50 Jahre alte Leder zeigt eine wunderbare Patina. Viel zu schade um

komplett erneuert zu werden.

 


 


 

Aufgrund eines alten Unfallschadens war die rechte Wagenseite stark deformiert. Nach dem Abtragen der alten Spachtelmassen in abenteuerlichen Schichtdicken wurden die gestreckten Blechflächen wieder "eingezogen". 

 

Wegen der Größe der Flächen und der Blechstärke wurde klassisch mit der Flamme geschrumpft und eingetrieben statt des Einziehens mit dem Miracle Einziehstift.

Am Radlauf hinten rechts zeigten sich Durchrostungen. Hier wurde großflächig ausgetrennt und ein Reparaturblech angefertigt. Die Form um die Wagenheberaufnahme muß genau passen, damit später die Chromblende sauber anliegt.

Nach der Demontage der Heckscheibe zeigte sich an der tiefsten Stelle Rost durch stehendes Wasser. Auf den ersten Blick gar nicht so schlimm. Das Sandstrahlgerät brachte das tatsächliche Ausmaß ans Tageslicht. Hier war nur noch Blech in Papierstärke zu finden.

 

Also wurde ein Reparaturblech angepaßt und flächig verzinnt. Eine kleine Kerbe als Wasserablauf bleibt unter der Zierleiste unsichtbar. Dann wird noch unter dem Gummi gut gefettet. Das sollte wieder 50 Jahre halten